Sonntag, 23. Oktober 2011

Das von zwei Autos überfahrene kleine Mädchen ist seinen schweren Verletzungen erlegen


Die zwei Jahre alte Yue Yue, die in China vor einigen Tagen zweimal überfahren wurde, zuerst von einem Kleinlaster, danach ein weiteres Mal von einem Schwertransporter (ich hatte eingangs über den Fall berichtet), ist ihren schweren Verletzungen erlegen.
Achtzehn Fußgänger waren an dem schwerstverletzt
am Boden liegenden Mädchen vorbeigegangen,
ohne ihm zu helfen. Unbegreiflich dieses
unmenschliche Verhalten, das dunkle Schatten auf
die chinesische Gesellschaft wirft. Warum handelte
man durch Unterlassung?

Stimmt es, dass in China der Helfende, die
Krankenhauskosten mit zu tragen hätte?
War das Geld, das die ignoranten Zeitgenossen nicht hergeben wollten oder das sie selbst nicht besaßen, wichtiger als ein Menschenleben? Das junge Leben des schwerverletzten Mädchens, das, um zu überleben, auf die Hilfe seiner Mitmenschen angewiesen war?
Die Ärzte konnten die kleine Yue Yue später nicht mehr retten. Sie lag seit dem Unfall im Koma und starb im Krankenhaus an Organversagen. 

Bereits im Jahr 2006 gab es einen Fall, als ein

Mann versucht hatte, einer älteren Frau, die gestürzt
war, zu helfen. Nach seiner Hilfeleistung wurde er
zu einem hohen Bußgeld verurteilt, da er angeblich
Gesetze, die den Umgang mit Unfallopfern regeln,
verletzt habe.




Eine Politik, die derartige Bestimmungen aufstellt oder diese zulässt, nimmt es billigend in Kauf, dass die Bevölkerung egoistischer wird, was mit Werteverlust einhergeht. Die Chinesen äußerten nach dem jüngsten dramatischen Vorfall, ihre Überzeugung, dass die rasante wirtschaftliche Entwicklung des Landes mit zunehmendem Egoismus und Werteverlust einhergeht.






China ist weit entfernt von uns und anderen Teilen der Erde.  - 
Scheinbar, denn was in China geschah, könnte morgen hier vorkommen. Es geht uns alle an in unserer globalen Welt. Dort wie hier leben Menschen. Verantwortung des Einzelnen heißt auch, sich mit etwas nicht einverstanden zu erklären und dem Verhängnis durch aufmerksames
Handeln entgegenzustreben.




Schon Albert Schweitzer (1875-1965) sagte:
„Man kann sich nicht immer heraushalten.“





Links:
Stern.de


FAZ.net

Woman.at


Hier geht es zum schockierenden Video, das die


 Aufnahme der Überwachungskamera zeigt:


http://www.youtube.com/watch?v=ish5vtMuxr0




Ich habe mich dazu entschlossen, diese grausame filmische Dokumentation hier einzustellen, weil Verdrängungstaktik für nichts eine Lösung ist und die Leute (nach)denken sollen.



Lieben Gruß

Sabine Grimm 

1 Kommentar:

  1. Mir fehlen die Worte angesichts des ignoranten Verhaltens der Menschen. Doch wir brauchen nicht so weit bis China zu sehen: Auch hier gibt es tagtäglich rücksichtsloses Verhalten und viele Menschen sehen dies und handeln nicht.

    Wir möchten nun mit dem Aufzeigen von Situationen und realen Fällen zeigen, dass es auch anders geht.

    Liebe Grüße
    Beate Eickelmann

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